Data protection

Wer ist im Internet zu einer Datenschutzerklärung verpflichtet?

Die DSGVO schreibt vor, dass Sie als Webseitenbetreiber die Besucher umfassend informieren. Erheben, übermitteln, verarbeiten oder nutzen Sie personenbezogene Daten, müssen sie eine Datenschutzerklärung erstellen.

Exkurs: Was sind personenbezogene Daten?

Bei personenbezogenen Daten ordnet ein Webseitenbetreiber einer Person Daten zu. Typische personenbezogene Daten sind IP- und E-Mail-Adresse, Standortdaten, Name und Alter.

Eine Datenschutzerklärung muss (fast) jede Internetseite haben. Heutzutage verarbeiten nahezu alle Webseitenbetreiber personenbezogene Daten. Nutzen Sie einen Homepage-Baukasten, setzen die Anbieter sehr oft Tracking-Tools und Plug-ins ein. Bei einem externen Hosting erstellt der Hoster auch Server-Logfiles.Bei deutschen und europäischen Webseiten ist eine Datenschutzerklärung zwingend notwendig.

Bei ausländischen Webseiten ist eine Datenschutzerklärung nur erforderlich, wenn sich der Webseitenbetreiber mit seinen Dienstleistungen und Produkten an EU-Bürger richtet oder eine Niederlassung in der EU hat. Eine Datenschutzerklärung ist bei jedem Onlineshop nötig. Nutzen Sie Wordpress, müssen Sie hier eine spezielle Datenschutzerklärung für Wordpress verwenden.

Datenschutzerklärung: Was sind die wichtigsten Inhalte?

Eine Datenschutzerklärung unterrichtet Webseitenbesucher über die Verarbeitung personenbezogener Daten. Sie als Webseitenbetreiber müssen die Erklärung in einer einfachen und verständlichen Sprache abfassen. Der genaue Inhalt richtet sich danach, wie genau Sie mit den personenbezogenen Daten der Nutzer umgehen. Es gibt einige Punkte, die jede Datenschutzerklärung enthält. Der Rest richtet sich danach, welche Tools Sie einsetzen.

Benennen Sie in der Datenschutzerklärung die Person, die für die Datenverarbeitung verantwortlich ist. Haben Sie einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten, müssen Sie auch diesen aufführen. Machen Sie deutlich, zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrundlage die Datenverarbeitung erfolgt.

Geben Sie als Seitenbetreiber an, wie lange Sie die personenbezogenen Daten der Nutzer speichern. Informieren Sie die Betroffenen über die Rechte, die ihnen nach der DSGVO zustehen. Setzen Sie als Seitenbetreiber auf der Internetseite Profiling ein, müssen sie die Nutzer darüber aufklären, was genau sie hier machen. Die meisten Webseitenbetreiber sammeln Daten und erstellen hierüber Nutzerprofile. Damit optimieren sie den Verkaufsprozess.

Datenschutzerklärung und Datenschutzbeauftragter

Ein Datenschutzbeauftragter ist dafür verantwortlich, dass Behörden und Unternehmen die Vorschriften zum Datenschutz einhalten. Er stellt dabei sicher, dass sie personenbezogene Daten so sammeln, speichern und verarbeiten, dass sie den Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetztes (BDSG) und der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen. Der Datenschutzbeauftragte ist damit ein unabhängiges Kontrollorgan.

Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten

Gemäß dem BDSG muss ein Datenschutzbeauftragter überprüfen, ob Unternehmen und Behörden die Datenschutzbestimmungen einhalten. Dazu muss er interne Abläufe überwachen und kontrollieren. Stellt er einen Verstoß fest, muss er zusammen mit der Geschäftsführung Maßnahmen evaluieren und bestimmen, um diese Verstöße zu beseitigen. Der Datenschutzbeauftragte kann dabei nicht selbst entscheiden, welche Maßnahmen geeignet sind. Diese Entscheidung muss die Geschäftsleitung allein treffen.Damit Behörden und Unternehmen erst gar nicht gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen, ist der Datenschutzbeauftragte dafür verantwortlich, intern eine Datenschutzorganisation aufzubauen. Diese soll das Personal über Richtlinien und Änderungen informieren. Darüber hinaus schult der Datenschutzbeauftragte das Personal regelmäßig.

Zusätzliche Aufgaben durch die DSGVO

Mit dem Start der neuen DSGVO am 25. Mai erhält der Datenschutzbeauftragte neue Aufgaben. Er ist dann nicht mehr nur dafür verantwortlich darauf hinzuwirken, dass Unternehmen und Behörden die Datenschutzvorschriften einhalten. Nach Art. 39 Abs. 1b DSGVO hat er dann auch eine umfassende Überwachungspflicht. Das heißt: Der Datenschutzbeauftragte ist dafür zuständig, alle Maßnahmen, die einen gesetzeskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten gemäß der DSGVO betreffen, zu überwachen. Dazu muss er u. a. dafür sorgen, dass Unternehmen und Behörden Zuständigkeiten richtig zuweisen und die beteiligten Mitarbeiter entsprechend schulen.

Wer haftet bei Datenschutzverstößen?

Begehen Unternehmen und Behörden einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen, haftet in der Regel die Unternehmensführung bzw. die Behördenleitung. Sie sind nach dem BDSG letztendlich dafür verantwortlich, die Vorgaben einzuhalten. Handelt der Datenschutzbeauftragte jedoch fahrlässig oder vorsätzlich, muss sich dieser seinen Fehlern stellen und selbst dafür haften. Mit dem Start der neuen DSGVO trifft Datenschutzbeauftragte eine umfassendere Pflicht, so dass es möglich ist, dass sie fortan öfter selbst für Datenschutzverstöße haften.

Wer benötigt einen Datenschutzbeauftragten?

Öffentliche Stellen wie Ämter und Behörden müssen regelmäßig einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Nicht-öffentliche Stellen dagegen müssen einen Datenschutzbeauftragten einholen, wenn 10 oder mehr Personen dauerhaft mit der automatisierten Datenverarbeitung beschäftigt sind. Sie müssen einen Datenschutzbeauftragten erst ab einer Personenstärke von 20 bestellen, wenn sie nichtautomatisiert Daten erheben und verarbeiten. Daneben müssen Adressverlage, Markt- und Meinungsforschungsinstitute, Auskunfteien und Unternehmen, die besonders sensitive Daten erheben, unabhängig vom eingesetzten Personal regelmäßig einen Datenschutzbeauftragten einbestellen.

Der Datenschutz-Generator und die DSGVO

Jeder Webseitenbetreiber - aber vor allem Webdesigner und Agenturen - müssen sich um das Thema "Datenschutz" kümmern. Ein "Herummogeln" um diese Frage ist nicht mehr möglich.

Vor allem, weil die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu zahlreichen rechtlichen Änderungen im Bereich Datenschutz geführt hat. Vor allem die stetige Abmahngefahr und die hohen Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro haben das Thema zu einem der wichtigsten Themen für Seitenbetreiber, Wedesigner und Online Shops werden lassen. Alle Datenschutzerklärungen auf Webseiten mussten bzw. müssen nun DSGVO-konform neu erstellt werden.


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